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Der Mensch und das Göttliche
Im 11. Jahrhundert begann der Mensch Dieulele zu schaffen. Und in einer außergewöhnlichen Symbiose schuf Dievole den Menschen. Rodolfino, Sohn des verstorbenen Ardimanno und Vinizio, Sohn des verstorbenen Sichelmo zahlten zwei Kapaune, drei Laibe Brot und sechs Luccheser Silbermünzen für das Versprechen des Göttlichen, ein Weinberg von Dieulele – das göttliche Tal: Das war am 10. Mai 1090.
In jenen Jahren entdeckte der Isländer Leif Erikson Nordamerika, die Chinesen das Schießpulver, Bologna eröffnete die erste Universität der Welt, Rom wurde von den Normannen besetzt und Papst Urban II. eroberte Jerusalem. Ein Teil Dievoles ist älter als 900 Jahre, ein anderer gerade erst geboren. Ihre Vereinigung hat beide gestärkt: Die Luccheser Münzen wurden 1998 gefunden, neu aus Feinsilber erstellt und reproduziert, um dann auf nur 9000 renommierten Flaschen Riserva „Novecento“ wieder in Umlauf gebracht zu werden.

Liebe in Dievole
Ildegonda Camaiori war die letzte Adlige von Dievole. Am Tag ihrer Hochzeit mit dem Grafen Giulio Terrosi-Vagnoli am 22. Dezember 1909 schenkte ihr der Verlobte das Gut im Wert von 361.632 Lire. Das erste Vermächtnis war das Saldenheft von Dievole mit den Namen der Bauernfamilien aus jener Zeit und dem ihres Gutshofs, das zweite Vermächtnis Fleiß und Mühe der Leute aus Chianti bei der Herstellung von Qualitätswein.
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